Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis Kauffrau/Kaufmann

Die Dr. Raebers Höhere Handelsschule bietet seit über 40 Jahren die Möglichkeit, den KV-Abschluss, d.h. das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Kauffrau / Kaufmann zu erwerben. Diese Abteilung richtet sich an all jene Lernenden, die den KV-Abschluss auf dem schulischen Weg erreichen möchten. Die Gesamtdauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre und schliesst mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis Kauffrau / Kaufmann ab. Der Lehrgang eignet sich als Erst- oder Zweitausbildung.

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil umfasst die schulische Ausbildung und dauert zwei Jahre (4 Semester). Am Ende des zweiten Jahres legen die Lernenden die schulischen Lehrabschlussprüfungen in den Sprachfächern, Wirtschaftsfächern sowie Informatik ab.


Im zweiten Teil der Ausbildung absolvieren die Lernenden ein Praktikum, welches ein Jahr (2 Semester) dauert. Während dieser Zeit arbeiten die Lernenden in einem Praktikumsbetrieb und schliessen diesen Teil mit der betrieblichen Lehrabschlussprüfung ab. Anschliessend erhalten sie das eidg. Fähigkeitszeugnis Kauffrau/Kaufmann.


Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.


Praktikum

Um das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Kauffrau/Kaufmann zu erhalten, benötigen die Lernenden einen Praktikumsplatz. Die Schulleitung unterhält ständig Kontakte zu Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Verbänden, um geeignete Praktikumsplätze zu vermitteln. Die Lernenden müssen gewisse Voraussetzungen mitbringen:
  • Leistungsbereitschaft
  • Hohe Sozialkompetenzen
  • Bestehen des Bürofach- und Handelsdiplom VSH 
  • Einhaltung des Absenzenreglements


Ausbildungsrichtung E- oder B-Profil

Die Dr. Raebers Handelsschule bietet die Ausbildung zum Abschluss des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses Kauffrau/Kaufmann im E- und B-Profil an.

E-Profil
Im E-Profil der kaufmännischen Ausbildung (erweiterte Grundbildung) liegt der Schwerpunkt im Fachgebiet Wirtschaft und Gesellschaft. Zudem werden die Lernenden in zwei Fremdsprachen (Englisch und Französisch) geprüft.

B-Profil
Im B-Profil der kaufmännischen Ausbildung (Basisausbildung) liegt der Schwerpunkt im Fachgebiet Information, Kommunikation und Administration. Zudem wird man nur in einer Fremdsprache geprüft. Es kann zwischen Englisch und Französisch gewählt werden.

Voraussetzungen

Die Ausbildung zur Kauffrau / zum Kaufmann mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis richtet sich an all jene Lernenden, welche den KV-Abschluss auf schulischem Weg erreichen möchten. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine abgeschlossene Grundschule, Sekundarschule A bzw. B oder eine gleichwertige Basisausbildung sowie die entsprechende Einsatzbereitschaft. Je nach Alter und Vorkenntnissen werden die Lernenden in verschiedene Klassen eingeteilt. Bei der Klasseneinteilung wird darauf geachtet, ob es sich um eine Erst- (Jugendliche) oder Zweitausbildung (Erwachsene) handelt.

Durch das modular aufgebaute Ausbildungssystem der Dr. Raebers Höheren Handelsschule ist es auch möglich, nach Abschluss des Bürofachdiploms VSH und des Handelsdiploms VSH, diesen Ausbildungsweg einzuschlagen. Die Schulleitung berät Sie gerne.

Interessentinnen und Interessenten melden sich zu einem Aufnahmegespräch bei der Schulleitung an. Das Aufnahmegespräch ist unverbindlich und verpflichtet nicht. Das erste Quartal gilt als Probezeit. Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt.

Qualitätssicherung - Lernerfolg

Damit ein optimaler Lernerfolg erzielt werden kann, legen wir grossen Wert auf die individuelle Betreuung jedes einzelnen Lernenden. Zu diesem Zweck führen wir quartalsweise und/oder semesterweise Gespräche mit den Lernenden (ev. auch mit den Eltern, Berufsberatern). Bei Bedarf steht die Schulleitung den Lernenden auch während der Ausbildung jederzeit für Beratungen zur Verfügung.

Quartalszeugnisse zeigen unseren Lernenden in kurzen Abständen auf, welche Lernfortschritte sie erzielt haben.

Fächerplan (schulische Ausbildung)


  • Deutsch

  • Fremdsprachen
    - Englisch
    - Französisch*
    Englisch und Französisch sind in einer kaufmännischen Ausbildung von grosser Bedeutung. Die Lernenden werden gemäss ihrer Vorkenntnisse in sechs unterschiedliche Leistungsklassen eingeteilt, d.h. jeder Lernende wird individuell gefordert und gefördert. Entsprechend der Leistungsstufe werden unterschiedliche Zertifikate angestrebt:
    Englisch: PET, BEC oder First
    Französisch: DELF B1 oder CFP (Certificat de français professionnel).
   * Wahlfreifach, E-Profil Pflichtfach.

  • Weitere Fremdsprachen können auf Wunsch belegt werden

  • Information, Kommunikation, Administration
    - Informatik
    - Telematik
    - Bürokommunikation
    - Deutsche Korrespondenz
    - 10-Finger Tastaturschreiben

  • Wirtschaft und Gesellschaft
    - Rechnungswesen
    - Handelsrecht
    - Betriebswirtschaftslehre
    - Staatskunde
    - Volkswirtschaftslehre
    - Wirtschaftsgeografie

  • Projektarbeiten Vertiefen und Vernetzen
    Eine Projektarbeit dauert 10 – 20 Lektionen und wird als Gruppenarbeit durchgeführt. Sie findet während des Semesters statt.
    Die Lernenden bearbeiten einen Auftrag mit fächerübergreifender Aufgabenstellung. Dabei werden nicht nur die Fach- und Methodenkompetenz gefestigt, sondern  wird auch die Sozialkompetenz entwickelt, gefördert und gestärkt.
    Während der schulischen Ausbildung absolviert die Lernende/der Lernende drei Vertiefen und Vernetzen Projekte.


  • Selbständige Arbeit

    Die selbständige Arbeit wird im letzten Semester der schulischen Ausbildung erstellt. Den Lernenden ist es freigestellt, ob sie eine Einzel- oder Gruppenarbeit erstellen möchten. Sie erhalten einen Auftrag aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Umwelt, den sie bearbeiten müssen.


  • Integrierte Praxisteile (IPT) 

    Integrierte Praxisteile sind ein Bestandteil der Handelsausbildung bei der Dr. Raebers Handelsschule. Sie sind eine vom traditionellen Unterricht abweichende Lernumgebung in einer Praxisfirma mit besonderer Berücksichtigung des Erwerbs der Methoden- sowie Selbst– und Sozialkompetenz.

     

    Die Praxisfirma ist das reale Abbild einer Unternehmung, wo die Lernenden ihr in der Schule erworbenes Fachwissen in authentischen Arbeitssituationen anwenden lernen. Dafür absolvieren sie eine Woche pro Semester ein "Praktikum" in der Praxisfirma. Dadurch können sie beim Abschluss der Ausbildung bereits erste Praxiserfahrungen vorweisen.



Betriebliche Ausbildung

Während des Praktikums (betriebliche Ausbildung) müssen die Lernenden gemäss den Vorgaben des SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung in Innovation) überbetriebliche Kurse besuchen und zwei Arbeits- und Lernsituationen absolvieren. Dabei werden sie durch die Schule und Praktikumsbegleitung sowie die Lehrbetriebe unterstützt.


Überbetriebliche Kurse (üK)

Während des Praktikums besuchen die Lernenden an gesamthaft sechs Kurstagen die überbetrieblichen Kurse. Dabei werden die Lernenden in den Leistungszielen der betrieblichen Ausbildung geschult. Zudem werden sie auf die schriftliche und mündliche Lehrabschlussprüfung im betrieblichen Teil vorbereitet.



Arbeits- und Lernsituationen (ALS)

Die Arbeits- und Lernsituation kann auch als Qualifikationsgespräch bezeichnet werden. Dabei wird neben dem fachlichen Wissen auch die Sozial- und Methodenkompetenz im Lehrbetrieb von den Vorgesetzten beurteilt. Dies erfolgt nach einem vom SBFI vorgegebenen Raster. Dabei erhalten die Lernenden eine Note, welche für die Lehrabschlussprüfung zählt.






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